Archiv für September 2009

Antifademo am 02.10. in Aachen

Am Freitag 2.10 findet in Aachen eine Demonstration gegen einen Neonazitreffpunkt, die Kneipe „Schatulle“ statt. Die Demo beginnt um 18.30 Uhr, Treffpunkt ist der Theaterplatz vor dem Theater in Aachen.

In Aachen etabliert sich seit geraumer Zeit ein Neonazitreffpunkt. Während und nach Alemanniaspielen treffen sich regelmäßig in der Kneipe „Schatulle“ auf der Jülicherstraße Mitglieder der neonazistischen Kameradschaft Aachener Land und der NPD. Von dort aus finden immer wieder Übergriffe auf Linke oder vermeintliche Linke statt. Nach dem Spiel von Alemannia Aachen gegen den 1. FC St. Pauli am 17.8. 2009 drangen Neonazis von der Schatulle aus gar in eine Wohnung ein, in der sie politische GegnerInnen vermuteten.
Aber auch schon vor dem Anstoß wurden in Aachen junge Menschen von Nazis angegriffen und durch die Stadt gejagt. Die Aachener Polizei begleitete die Neonazis durch die Stadt und verfolgte das Geschehen. Ein paar der Nazis wurden von ihr zwar gestellt, aber unmittelbar danach wieder laufengelassen. Direkt vor dem Tivoli (dem Alemannia-Stadion) kam es zu einer weiteren Auseinandersetzung, in die Neonazis involviert waren.
Dieser Tag steht sinnbildlich für viele andere.
So etabliert sich in der Aachener Innenstadt ein fester Neonazitreffpunkt: Die „Schatulle“. Um die Nazipräsenz in der Kneipe wissend, weigert sich deren Besitzer sein neonazistisches Publikum vor die Tür zu setzen.

Schatulle dichtmachen! Keine Neonazitreffpunkte in Aachen. Und auch nicht anderswo!

Update zu Venlo 26.09.2009:

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>>Nazi Demo erlaubt – Route verfügbar – Beteiligung deutscher Nazis bekannt gegeben – Mobimaterial verfügbar< <

Gestern wurde bekannt gegeben dass die NVU die Erlaubnis, nächsten Samstag marschieren zu dürfen, erhalten hat. Gleichzeitig verkündete Venlos Bürgermeister Brüls die Bedingungen, unter denen die Veranstaltung stattfinden darf.

Die Nazidemo startet um 13:00 auf dem Parkplatz hinter dem „Perron55″, einer Art Konzerthaus im Kaldenkerkerweg 55, in der Nähe des Hauptbahnhof. Die Nazis laufen unter anderem entlang der Groenveldsingel, Laaghuissingel, Karel van Egmondstraat und Hertog Reinoudsingel, d.h. ihre Route führt sie nördlich, bzw nord-östlich des Hauptbahnhofs. Ein genauer Plan der Route folgt unten.

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Die Polizei kündigt derweil an die Demo durchgehend zu begleiten. Nachdem es in der Vergangenheit zu zahlreichen Angriffen antirassistischer Hooligans & Ultràs auf Demos der NVU mit teils schwer Verletzten kam, wird die Demo auch von einem eigenen „Sicherheitsdienst“ der NVU begleitet, aller Wahrscheinlichkeit nach Aktivisten des niederländischen Blood&Honour, bzw Combat18 Netwerks.
Weiterhin gibt die Polizei bekannt bei jeder Störung der Veranstaltung sofort hart durchzugreifen.

Erwähnenswert ist auch dass NVU Chef Kusters im Interview mit dem limburgischen Radiosender L1 die Beteiligung flämischer, d.h. u.a. belgischer, und deutscher „Kameraden“, namentlich genannt vor allem aus dem Ruhrgebiet, angekündigt hat. Dabei antwortete er auf die Frage wieso ausgerechnet im grenznahen Venlo demonstriert würde.

Desweiteren wurde ein Flyer entworfen, Danke an die unbekannten Urheber.

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Naziaufmarsch am 26. September in Venlo

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Weitere Infos folgen alsbald möglich…

Nazis wegRocken! Fight Fascism 2009!

FF2009

Unter dem Motto „Nazis wegRocken! Fight Fascism 2009!“ steht das diesjährige Fight Fascism in Stolberg, das in diesem Jahr in die neunte Runde geht. Ein Zeichen für neun Jahre Kampf gegen den Faschismus. Doch noch immer laufen Nazis pöbelnd und prügelnd durch die Straßen! Hetzen gegen Menschen die anders denken, anders aussehen oder beides. Ihrer menschenverachtenden Gesinnung gilt es entgegen zu treten! Gerade auch nach den Aufmärschen der Faschistinnen und Faschisten in diesem und im letzten Jahr sieht man, dass Stolberg und auch Aachen noch einen langen Weg im Kampf gegen den Faschismus vor sich hat. Doch wir werden diese Herausforderung annehmen und uns nicht vom Naziterror beeinflussen lassen!

Nach den Übergriffen auf Jugendliche von Nazis nach dem Konzert 2007 und Organisationsschwierigkeiten 2008 erscheint das Fight Fascsim dieses Jahr im neuen Glanz. Es ist für mehr Sicherheit und für mehr Abwechslung gesorgt. So ist das Lineup des Konzertes dieses mal abwechslungsreicher. Masons Arms eröffnet das Konzert mit einer Mischung aus Ska-Punk und Reggae, „Pogo?Na Logo!“ sorgen mit oldschool Punkrock dann für die richtig Stimmung, genauso wie „ZSKA“. Das ganze wird dann noch von der „Microphone Mafia“ aus Köln mit Hip Hop Beats abgerundet. Alle auftretenden Musiker verzichten auf eine Gage, wodurch ein geringer Eintrittspreis möglich ist. Veranstalter des Konzerts ist in diesem Jahr, ist die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) sowie die Vereinigung Verfolgter des Naziregims, Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) und die Gruppe Z aus Stolberg. Wie in den Vorjahren wird das Konzert von einem breiten Spektrum an Gruppen unterstützt: Von dem AK Antifa Aachen über die IG Metall Stolberg/Eschweiler, der ver.di Jugend bis hin zu den Jusos Kreis Aachen und weiteren. Das Konzert findet am 25. September, wieder im Jugendheim Stolberg/Münsterbusch statt (Rotdornweg / Ecke Prämienstrasse) und wird 4 Euro Eintritt kosten. Der Einlass ist um 17 Uhr und der Beginn des Konzertes ist um 17:30 Uhr.
Wie jedes Jahr sind Gemäß §6 VersG folgende Personen von der Teilnahme an der Veranstaltung ausgeschlossen: NPD, DVU, Republikaner, KAL sowie Neonazis, Rechtsextreme Störer und Störerinnen.

Nur Gemeinsam können wir die Faschistinnen und Faschisten auch weiterhin erfolgreich bekämpfen und sie in die Schranken weisen! Am 25. September werden wir ein weiteres Mal deutlich machen, dass es in Stolberg und dem Rest der Region keinen Platz, keinen Raum, nicht einen Fußbreit für Nazis gibt und wir auch weiterhin dafür kämpfen werden! Nazis wegRocken, jeden Tag!

Kein Fuß breit den Faschisten!

Kein Fu� breit

19.09.2009 Antifaschistische Mahnwache in Lobberich

Am vergangenen Wochenende wurde der Öffentlichkeit wieder mal bewusst gemacht, in welchem Maße wir es im Kreis Viersen mit der menschenverachtenden rechtsextremistischen Gesinnung zu tun haben.

In Lobberich scheint sich eine rechtsoffene Subkultur zu entwicklen, die auch nicht vor der Sachbeschädigung an jüdischen Gedenkmälern halt macht. Das jüdische Mahnmal an der katholischen Kirche in Lobberich diente den Rechtsextremisten als Ziel ihrer inhumanen, verbrecherischen und volksverhetzenden Ideologie. Das Mahnmal wurde mit Hakenkreuzen beschmiert und damit geschändet.

Das öffentliche Interesse ist sehr gering, was nicht zuletzt an der total defizitären und parteiischen Berichterstattung liegt (der Rheinischen Post war diese abscheuliche Straftat gerade einmal eine kleine Spalte im Regionalteil wert). Anstatt eine öffentliche Debatte über das Problem Rechtsextremismus zu führen wird die Tat relativiert.

Das Problem des wachsenden Rechtsextremismus wird durch die Polizei wie folgt erklärt:

„Die Polizei in Mönchengladbach schließt nicht aus, dass sich zurzeit extreme Linke und Rechte mit solchen Aktionen gegenseitig hochschaukeln.“
Quelle: Rheinische Post

Diese Stigmatisierung aller Linken und die gleichzeitige indirekte Schuldzuweisung an die „extreme“ Linke, lässt darauf schließen , dass die etablierten Parteien, Presse, Polizei und Gesellschaft lieber die Augen vor der rechtsextremen Problematik verschließen, als eine angemessene Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus zu tätigen.

Man sollte nicht die politischen Flügel über einen Kamm scheren sondern sich immer daran erinnern:

Welche politische Extreme hat diese offenkundig antisemitisch-motivierte Straftat begangen?

Wir Antifaschisten/innen rufen euch deshalb auf:
- Verlasst euch nicht auf die staatlichen Institutionen.
- Setzt ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und subjektive Berichterstattung.
- Wir vergessen nicht!

Alle Antifaschisten/innen, Symphatisanten und Bürger sind hiermit aufgerufen, sich am Samstag, den 19.09.09 um 13 Uhr an der alten Kirche in Lobberich zu versammeln und im Rahmen eines stillen Protests an die jüdischen Opfer des Nazisterrors und an das Wiederaufkommen des braunen Gedankenguts zu erinnern.

Love Music – Hate Fascism heute Abend im Bucanero, Wassenberg

Konzert Antifa Heinsberg