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Aufgestanden! Hingegangen! Angepfiffen!

Die extrem rechte Bürgerbewegung „pro Köln/pro NRW“ plant für den 9. Mai 2009 eine Wiederholung ihres so genannten „Anti-Islamisierungskongresses“. Nachdem die RassistInnen im September letzten Jahres an unseren Massenblockaden scheiterten, wollen sie es nun noch einmal versuchen. Erwartet werden erneut VertreterInnen der extremen Rechten aus ganz Europa. Das Spektakel soll einer der Höhepunkte im Wahlkampf vor der Kommunalwahl in NRW werden. Gleichzeitig soll vor der Europawahl demonstriert werden, wie gut die europäischen Rechtsaußenparteien miteinander kooperieren.

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Bereits am 8. Mai wollen die RassistInnen neben einer Pressekonferenz Kundgebungen in Dormagen, Leichlingen und Leverkusen abhalten. Auch hier gilt es, einen deutlichen Platzverweis zu erteilen!

Spucken wir ihnen wieder in die Suppe!

Weitere Informationen: hingegangen.mobi

8.5.:
Dormagen, Rathauspatz, 16:00 Uhr: Kein Platz für Rassisten – Pro Köln den Spaß verderben!
Leverkusen-Wiesdorf, ab 12:30 Uhr: Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen!

9.5.:
Köln: Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen!

Wer nicht feiert, hat verloren …

Kein Platz für Rassisten – auch nicht in Dormagen!

Für den 8. bis 10. Mai 2009 laden die selbsternannten Bürgerbewegungen „pro NRW/pro Köln“ extrem rechte und rechtspopulistische Gruppierungen aus ganz Europa u.a. nach Köln, Dormagen und Leverkusen ein. Die Veranstaltung ist eine Neuauflage des im September 2008 in Köln am breiten antifaschistischen Widerstand gescheiterten „Anti-Islamisierungs-Kongresses“. Erneut wird „pro NRW“ versuchen, unter dem Deckmantel der Islamkritik ihre rassistische Hetze zu verbreiten.
„Pro NRW“ geht auf eine Initiative der „Bürgerbewegung pro Köln e. V.“ (pro Köln) zurück, die ihrerseits aus der neofaschistischen Sammlungsbewegung „Deutsche Liga für Volk und Heimat“ (DLVH) hervorgegangen ist. Nahezu das gesamte Führungspersonal von „pro Köln/pro NRW“ kann auf langjährige „Karrieren“ in rechten Organisationen wie der NPD, der DVU und den „Republikanern“ zurückblicken. Trotzdem möchte die Organisation als harmlose Bürgerinitiative, die sich um die Probleme des „kleinen Mannes“ kümmert, wahrgenommen werden. Tatsächlich handelt es sich bei „pro Köln/pro NRW“ jedoch um eine zentral gesteuerte rechtspopulistische Partei.

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Im Rahmen des erneuten „Kongresses“ ruft „pro“ für den 8. Mai 2009 auch zu einer Kundgebung in Dormagen auf. Der Veranstaltungsort ist nicht zufällig gewählt, denn Dormagen bildet einen der Schwerpunkte ihres diesjährigen Kommunalwahlkampfes. So strebt „pro NRW“ laut dem Nievenheimer Daniel Schöppe (Vorsitzender im Rhein-Kreis Neuss) den “Einzug in Fraktionsstärke in den nächsten Dormagener Stadtrat […]“ an. Auch Schöppe war zu Beginn der 90er Jahre in der „DLVH“ aktiv und wechselte dann zu den „Republikanern“.

Eine besondere Provokation stellt das Datum der Dormagener Veranstaltung dar: Am 8. Mai 2009 jährt sich zum 64. Mal der Tag, an dem der Nazi-Militärapparat seinen verbrecherischen Krieg beenden musste und kapitulierte. Seitdem gilt der 8. Mai bei AntifaschistInnen weltweit als Tag der Befreiung. Eine rassistische Kundgebung gerade an diesem Tag abzuhalten, ist eine massive Missachtung der Opfer des Nazi-Regimes.

Deshalb sollten möglichst viele AntifaschistInnen der Einladung von „pro Köln/pro NRW“ Folge leisten und ab 16 Uhr vor dem Dormagener Rathaus an der Veranstaltung teilnehmen. Geben wir ihnen einen Vorgeschmack darauf, was sie am folgenden Tag in Köln erwartet. Begeben wir uns in möglichst unauffälliger Kleidung durch die Absperrungen auf den Veranstaltungsort. Lassen wir den nächsten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ platzen!

Alternativ findet auf dem Marktplatz in Dormagen eine Protestkundgebung des Dormagener „Bündnisses gegen Rassismus“ statt.

Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen!

8. Mai 2009/ 16:00 Uhr/ Dormagen, Rathausplatz

Weitere Infos:

Konzept von Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen!

Artikel & Hintergrund zum „Anti-Islamisierungs-Kongress 2009“

http://september.web-republic.de/aik2/

Kultur braucht Freiraum – Soli-Party am 18.04.2009

Freiraumparty

Der extremen Rechte entgegentreten – Revisionisten vertreiben!

Russlanddeutsche_001Tschö NPD! Für Samstag, den 18.4.2009, 12 Uhr, ruft die „Schutzgemeinschaft ‚Deutsche Heimat‘ der Deutschen aus Rußland e.V.“ gemeinsam mit dem „Freundeskreis der Rußlanddeutschen Konservativen“ zu einer Kundgebung am Düsseldorfer Landtag auf, um gegen die „Fälschung der Geschichte der Rußlanddeutschen und die Medienhetze“ zu protestieren. Diese NPD-nahen Gruppierungen wollen u.a. gegen den Abdruck einer Textpassage in einem Schulbuch demonstrieren.

Der Koordinierungskreis antifaschistischer Gruppen aus Düsseldorf & Neuss ruft dazu auf, revisionistische Aktivitäten wie diese zu unterbinden und der extremen Rechten entgegen zu treten, ganz gleich unter welchem Deckmantel sie sich zeigt!

Kommt zur antifaschistischen Demonstration am 18.4.2009 um 10:30 Uhr ab Schadowplatz in Düsseldorf.
Keinen Fußbreit den Faschisten!
(mehr…)

Nazi-Aufmarsch am 1. März 2009 in Maastricht

Am 1. März 2009 will die extrem rechte Organisation Voorpost in Maastricht gegen die niederländischen Drogengesetze demonstrieren. Hinter der Themenwahl dieser Demonstration steckt allerdings der Versuch, rechte Propaganda in die Mitte der Gesellschaft zu integrieren.

Voorpost ist eine internationale Organisation mit Mitgliedern in Belgien, Holland und Südafrika. Niederländische und belgische Mitglieder pflegen unter anderem engen Kontakt zur Blood-and-Honour Szene, der deutschen NPD und zur CP 86. Nun organisieren Voorpost-Nederland und Voorpost-Belgien gemeinsam diese Demonstration, zu der auch andere faschistische Organisationen eingeladen werden. Bereits zugesagt haben Mitglieder des Vlaams Belang, der faschistischen Studentenvereinigung NSV und der NVU.

Am 1. März werden rund 300 Faschos durch Maastricht laufen. Deswegen gibt es eine Mobilisierung zur Gegendemonstration. Die Antifa Niederlande ruft dazu auf, die Demonstration zu verhindern und der internationalen Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen extrem rechten Gruppen eine Niederlage zu verpassen.

Die Anfahrt mit dem Auto dauert von hier aus ca. 60 Minuten. Die Anfahrt per Bahn dauert ´ne Stunde länger.
Maastricht ist von Aachen Schanz oder Aachen Hauptbahnhof auch sehr gut alle 15 Minuten mit dem Schnellbus zu erreichen. Hin und zurück (Tagesticket) kostet das gerade mal 4 Euro.

Der Treffpunkt in Maastricht ist knapp 500 Meter vom Bahnhof entfernt und Beginnt um 11:30 Uhr! In Maastricht ist am 1. März 2009 verkaufsoffener Sonntag, so daß es sicherlich gute Bewegungsmöglichkeiten geben wird, wenn man nicht auffällig gekleidet ist.

Für weitere Informationen und Updates über Voorpost und die antifaschistische Demonstration behalte www.stopvoorpost.tk und www.afanederland.org (beide niederländisch) im Auge.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger …

… im Kreis Viersen unterwegs. So oder so ähnlich hätte eventuell Eduard Zimmermann von Aktenzeichen XY seinen Bericht begonnen. Nach den uns vorliegenden Infos sind es aber keine Nepper, Schlepper, Bauernfänger (wobei man vielleicht Letzteres noch durchgehen lassen kann), die im Kreis Viersen (u.a. Gemeinde Schwalmtal) unterwegs, sondern die NPD, die versucht Unterstützungsunterschriften zur Kandidatur für den Kreistag zusammen zu bekommen.

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, daß niemand verpflichtet ist, für die NPD und deren Kandidatur eine Unterschrift zu leisten. Verweigern Sie einfach jedes Gespräch, leisten Sie keine Unterschrift!

In diesem Sinne, keine Nazis in die Parlamente!

Nach dem Kongress ist vor dem Kongress… Auswertung zum Anti-Islamisierungskongress von Pro Köln erschienen

Gemeinsam haben der Antifa-Koordinierungskreis Düsseldorf und Umland mit der Antifaschistischen Koordination Köln und Umland (AKKU) in Broschürenform eine Einschätzung zu Mobilisierung, Bündnisarbeit im Bündnis gegen „pro Köln“ und den Aktionen gegen den sog. „Anti-Islamisierungskongress“ der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung pro Köln“dargestellt. Wir teilen diese Auswertung, möchten aber auch ausdrücken, daß wir die Freitagabenddemo vom Bündnis „Ums Ganze“ ebenso als wichtigen Bestandteil der Gegenaktionen betrachten, weil es auch die Stärke der antifaschistischen Bewegung – trotz ihrer Heterogenität – zum Ausdruck gebracht hat.

Die Broschüre als Download gibt es < < hier >>!

Der Hauptfeind steht im eigenen Land!

Alles lernen, nichts vergessen! (aus einem Flugblatt, verfasst von Karl Liebknecht im Mai 1915)

Am Abend des 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht in Berlin von Freikorpsoffizieren ermordet. Mit ihrem politischen Engagement für Demokratie und Sozialismus, gegen Militarismus und Krieg und ihren Analysen zu Kapitalismus und Kaiserreich sowie ihrer radikalen Kritik an der Mehrheits-Sozialdemokratie ihrer Zeit sind sie bis heute Vorbilder für SozialistInnen.

In Berlin findet jedes Jahr im Januar eine Gedenkveranstaltung für Karl und Rosa statt, zu der wir von der Antifa Grenzland in Kooperation mit der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken vom Ortsverband Schwalmtal parallel ein Seminarwochenende veranstalten. Auf diese Weise wollen wir an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erinnern und ihr Werk und Wirken für unsere heutigen Kämpfe nutzbar machen.

Was können zwei Menschen, die im letzten Jahrtausend gelebt haben, zur Lösung der aktuellen Probleme dieser Welt beitragen?

Rosa & Clara Rosa Luxemburg (1871-1919) polarisiert bis heute die öffentliche Meinung. Kritiker von Rosa Luxemburg (und Karl Marx) behaupten, ihre Texte – besonders die ökonomischen – seien “historisch” und deshalb für die aktuellen Probleme nicht zu gebrauchen, weil die Welt und die Weltwirtschaft ja so stark verändert hätten. Und als Beleg führen sie die Globalisierung an, die Marx und Luxemburg nicht vorausgesehen hätten. Doch schon in den Jahren 1909/10 schrieb Luxemburg in einem Manuskript (im Jahr 1925 posthum als Buch “Einführung in die Nationalökonomie” veröffentlicht, S. 289): “Das Selbstwachstum des Kapitals erscheint als Anfang und Ende, als Selbstzweck und Sinn der ganzen Produktion. Das Hirnverbrannte dieser Verhältnisse kommt aber in dem Maße erst zum Vorschein, wie sich die kapitalistische Produktion zur Weltproduktion auswächst. […] Der Grundzweck jeder gesellschaftlichen Produktionsform: die Erhaltung der Gesellschaft durch die Arbeit, die Befriedigung ihrer Bedürfnisse, erscheint erst hier völlig auf den Kopf gestellt, indem die Produktion nicht um der Menschen, sondern um des Profits willen auf der ganzen Erdkugel zum Gesetz und die Unterkonsumtion, ständige Unsicherheit der Konsumtion und zeitweise direkte Nichtkonsumtion der enormen Mehrheit der Menschen zur Regel werden.”

Karl Liebknecht Karl Liebknecht (1871-1919) ist für uns Falken nicht nur als einer der Gründungsväter unseres Jugendverbandes wichtig, sondern auch, weil er als einer der wenigen deutschen Sozialisten vor und zu Kriegsbeginn seine antimilitarische Einstellung nicht aufgab. Am 2. Dezember 1914 stimmte er im Reichstag als Einziger gegen die parlamentarische Genehmigung, gegen die Bewilligung der Kriegskredite. Hätte die sozialdemokratische Reichstagsfraktion geschlossen die Bewilligung gestimmt, wer weiß schon wie die Geschichte dann verlaufen wäre… Vielleicht anders?! Höchstwahrscheinlich nicht. Doch es hätte die Möglichkeit wesentlich erhöht, den Ersten Weltkrieg zu verkürzen.

Der Ablauf des Wochenendes ist wie folgt geplant:

Freitag, 09. Januar 2009:
Am Nachmittag Abfahrt von Mönchengladbach. Den genaue Abfahrtsort geben wir noch bekannt, weil noch nicht ganz genau klar ist, mit welchen Bullis wir fahren werden bzw. über welche Firma wir die Bullis anmieten werden. Gegen Abend Ankunft im Seminarhaus Holon der Berliner Falken. Abends gucken wir dann noch einen Film über Rosa Luxemburg und/oder Karl
Liebknecht zum Einstieg.

Samstag, 10. Januar 2009:
Von 10:00 bis 13:00 Uhr Stadtrundfahrt “Auf den Spuren Rosa Luxemburg” im Nachmittagsbereich gibt es dann zwei Aktivitätenmöglichkeiten: Teilnahme an der Antifa-Jugendkonferenz, die um 14:00 Uhr in Kreuzberg beginnt, oder weiterhin „left sightseeing-tour“… Abends wollen wir dann wieder gemeinsam das Konzert im Rahmen der Antifa-Jugendkonferenz, u.a. mit der Microphone Mafia besuchen, und mit vielen anderen Gleichesinnten Spass haben…

Sonntag, 11. Januar 2009:
Um 10:00 Uhr Teilnahme an der Luxemburg-Liebknecht-Demo gegen 15.00 Uhr dann Heimfahrt…

Insgesamt sicherlich anstrengend, aber auch spannend und interessant. Ach ja, Bettwäsche müsst ihr selber mitbringen, damit wir die Kohle sparen können… Der Teilnahmebeitrag beträgt EUR 65,00 und beinhaltet Transfer, Unterkunft in einem Seminarhaus, Verpflegung und Programm… Verbindliche Anmeldung bitte per eMail an antifa-grenzland(at)web.de.

Love Music Hate Fascism am 08.11.2008 in Waldniel

Flyer sagen mehr als tausend Worte. Wir würden uns über Euren Besuch – natürlich sind hier die Pappnasen von der anderen Feldpostnummer nicht gemeint – freuen:

Flyer LMHF